Das Sparen mit Aktienfonds war in der Vergangenheit bei vielen Anlegern eine beliebte Form des Vermögensaufbaus. Hohe Renditen, die selbst über Jahrzehnte hinweg jährlich im zweistelligen Prozentbereich lagen, waren für viele Anleger der wichtigste Grund für das Sparen mit Aktienfonds. Doch in den letzten Jahren hat das Sparen mit Aktienfonds massiv an Beliebtheit eingebüßt. Nicht nur dass die Renditen zuletzt eher mau waren oder teilweise sogar erhebliche Verluste erwirtschaftet wurden – auch die steuerlichen Vorteile, die das Sparen mit Aktienfonds einst bot, sind mit der Einführung der Abgeltungssteuer ein für alle mal weggefallen. Statt wie bisher nach einem Haltezeitraum von einem Jahr die Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen zu können, müssen Anleger beim Sparen mit Aktienfonds nun alle Gewinne mit der sogenannten Abgeltungssteuer versteuern – egal wie lange die Anteile gehalten werden. Gerade beim sehr langfristigen Sparen mit Aktienfonds macht sich dies in erheblichem Ausmaß bei den Nettorenditen bemerkbar.
Das Sparen mit Aktienfonds scheint vor diesem Hintergrund zwar nur wenig attraktiv, allerdings gibt es kaum eine bessere Alternative um langfristig eine hohe Rendite erzielen zu können. Lebensversicherungen oder andere Sparprodukte werfen in der Regel nur geringe Renditen ab, sodass sich das Sparen mit Aktienfonds meist doch lohnt. Im Vergleich zur Einmalanlage in Aktienfonds bietet das Sparen mit Aktienfonds außerdem den Vorteil, dass man aufgrund des regelmäßigen Erwerbs von Fondsanteilen die Fondsanteile zu einem günstigen Durchschnittskurs erwirbt. Die Gefahr zum falschen Zeitpunkt einzusteigen, kann man mit dem Sparen mit Aktienfonds also einigermaßen geschickt umgehen.
Wer eine möglichst attraktive Rendite mit dem Sparen mit Aktienfonds erzielen will, sollte bei der Auswahl der passenden Fonds vor allem darauf achten, dass der Fonds langfristig die Benchmark outperformt. Dies gelingt nur den wenigsten Fondsmanagern langfristig, ist aber das einzige Argument, welches für den Erwerb von aktiv gemanagten Aktienfonds und gegen den Kauf sogenannter ETFs spricht. Außerdem sollten die Kosten für den Erwerb so gering wie möglich gehalten werden. Bei vielen Anbietern von Fondssparplänen fällt noch immer ein Ausgabeaufschlag an, der nicht selten zwischen vier und sechs Prozent der Sparsumme beträgt. Allerdings bieten viele Fondsdiscounter und Vermittler den Erwerb von Anteilen auch mit einem hundertprozentigen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Genaues Vergleichen ist also unbedingt notwendig!